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"FREMDGÄNGERIN"
ein zeitgenössisches Afro-Tanztheater
8. April 2008, E-Werk Erlangen
13./14. Juni 2008, Fertigungshalle Nürnberg
Dieses Stück zeichnet den Weg einer Einheimischen nach, die sich - auf der Suche nach Heimat - in die Fremde begibt. Dort verweilt sie, bis das Fremde vertraut wird. Dennoch schafft sie es nicht, ihre Herkunft komplett hinter sich zu lassen. So bleibt sie ein Fremdkörper in der Fremde … bis sie versteht: Zuhause ist nicht unbedingt ein Ort, sondern vielmehr der Moment, wenn du bei dir selbst ankommst.
Konzept & Choreografie: Sylvia Mograbi
Regie: Hubert Treml
Kostümbild: Heike Endres
Lichtdesign: Thomas Dornauer
Performer:
Sylvia Mograbi (Tanz, Gesang, Body Percussion)
Emmanuel Hoenyefia (Tanz und Perkussion)
Michael Burkard (Trompete)
Uwe Körber (Tenorhorn)
Thomas Nein (Tuba)
Sylvia Mograbi distanziert sich mit ihrer zeitgenössischen afrikanischen Tanzkunst von dem westlichen zeitgenössischen Tanzgenre sowie von folkloristischen Ethno-Klischees:
Während sie die traditionellen Tanzsprachen Westafrikas wie ihre Muttersprache beherrscht, gewinnen die afrikanischen Tänze durch ihre deutsche Perspektive eine neue zeitgenössische Dimension.
Da im Zeitalter der Globalisierung das Lokale wieder an Bedeutung gewinnt, fokusiert sich Mograbi auf das unmittelbar Lokale:
den Körper-Raum, in dem wir existieren und mit dem wir uns durch diese Welt bewegen.
Performance
Bei ihren Auftritten wird das Zusammenspiel von Musik und Tanz in afrikanischen Kulturen deutlich: Tanz ist in Bewegung umgesetzte Musik und die Musik wird direkt inspiriert von den Bewegungen der Tänzer. Deshalb versteht sich Sylvia als Tänzerin als Teil eines Musikerensembles.
Ihre rein afrikanische Tanzausbildung hat es ihr erlaubt, bereits in jungen Jahren einen authentisch afrikanischen Tanzstil zu entwickeln, was Sylvia ihre unverwechselbare Identität auf der Bühne gibt. Sie bewegt sich fließend zwischen ihrer europäischen Herkunft und afrikanischen Performance-Welten.
Durch ihre Arbeit setzt sie ein klares Zeichen, daß die Zeit überreif ist, daß afrikanische Tanzformen ihren verdienten Platz in der internationalen zeitgenössischen Tanzszene einnehmen.
Performance:
- Musikerin und Tänzerin bei EL HADG, Erlangen, 1992-95
- Tänzerin bei NOVISI Cultural Group, Accra, 1996-97
- Leiterin, Choreographin, Kostümdesign, Tänzerin und Musikerin von TABASAMU, Nürnberg, 1997-99
- Solotänzerin bei KHALEY NGUEWEL, Los Angeles, 2000-02
- Tänzerin für DANCE JAMBOREE mit DJ Obo, Düsseldorf, 2003 - jetzt
Choreographie:
- Rainbow Juggler, Nürnberg, 1999
- Calabash, Los Angeles, 2002
- Dina und Sichem, Bayreuth, 2003
Videoclips:
„Bitim Reew“ Metzo Djatah, Metz, 2003
Film:
„Griots in the diaspora“, Los Angeles, 2002
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